AN DIE NACHGEBORENEN

Kompositionen von Eisler nach Texten von Bertolt Brecht und Anderen über Verfolgung, Krieg, Vertreibung und Flucht / Gedichte von Auschwitz – Überlebenden

Julia Barthe, Gesang
Gerd Jordan, Klavier
Inés Fabig, Rezitation
Andre Rebstock, Idee

Dieses Programm haben wir erstmals Anfang dieses Jahres anlässlich des Gedenktages zur Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945 aufgeführt.

In diesem Jahr wurde viel darüber diskutiert, dass jüngere Menschen keine Vorstellung mehr haben, was der Begriff „Auschwitz“ bedeutet, da es immer weniger Überlebende gibt, und wir beobachten eine immer stärker werdende Tendenz, die Vergangenheit „abzuschließen“, zu verharmlosen oder gar abzustreiten.

Dem möchten wir mit diesem Programm entgegenwirken.

Das etwa einstündige Programm ist sehr intensiv und eigentlich kaum auszuhalten. Mir ist es aber sehr wichtig, denn wenngleich ich in meinem Leben immer wieder schwere Zeiten erlebt habe, war das doch immer „nur meine ganz persönliche Hölle“ und ich könnte jeden Tag auf die Knie gehen, dass ich in diesem sicheren, friedlichen, stabilen Land lebe, in dem trotz aller Unkenrufe unglaublich vieles funktioniert und dass ich nicht mit meinen Kindern an der Hand durch ein fremdes Land irre, ohne zu wissen, wohin.

Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, viele Menschen mit diesem Programm zu berühren, Gedenktage wie z.B. das Ende des 2. Weltkrieges am 8. Mai und die Reichspogromnacht am 9. November gibt es viele.

Daher wird es in Zukunft hoffentlich zahlreiche weitere Aufführungen geben.