Lieder von Dimitri Terzakis und Hildegard von Bingen

Der griechische Komponist Dimitri Terzakis (geb. 1938) schrieb seine „Lieder ohne Worte“ in den 1990er Jahren. Es sind poetische oder auch dramatische emotionale a-capella-Miniaturen: „Kleine Monodramen, in denen die jeweilige durch den Titel angedeutete Situation ohne Text nur mit Hilfe einer Melodie und der Rhythmik zum Ausdruck kommt. Anstelle eines Textes sollen frei gewählte Vokale und Konsonanten verwendet werden“ (D.T.). Verwendet werden auch minimale Tonhöhenveränderungen, wie in der orientalischer Musik.
Julia Barthe kombiniert diese Lieder mit Gesängen von Hildegard von Bingen (1098-1179).
Zwischen den Terzakis-Gesängen und den ebenfalls unbegleiteten Hildegardliedern liegen mehr als 800 Jahre. Die teils sehr weltlichen Inhalte der „Lieder ohne Worte“ bilden einen spannenden Kontrast zu den religiösen, aber auch symbolischen Texten von Hildegard.
Ergänzt und verbunden werden die Melodien durch Gedichte und Texte von Hugo Ball, Elias Canetti, Ian McEwan und anderen Dichtern.
Eine ausführliche Beschreibung des Programms findet Ihr hier:
202509 Terzakis Bingen Einführung

Im November 2025 erscheint eine CD mit diesem Programm bei Naxos
CD Himmel und Erde