Unterricht

What they think

UNTERRICHT

Arnold Schönberg beginnt seine Harmonielehre mit folgendem Satz:

„Dieses Buch habe ich von meinen Schülern gelernt.“

Dieses Motto berührt mich, denn ich freue mich sehr, dass mir meine Schüler mit Offenheit, Vertrauen und Fragen entgegenkommen, die auch mich dazu bringen, mein Tun und Wirken immer aufs Neue zu hinterfragen.

Ich erlebe beim Unterrichten wunderbare Menschen, die bereit sind, nach ihrem individuellen Klang und ihren ganz eigenen  Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen und die mit Hilfe ihrer Stimme ihre Persönlichkeit entfalten möchten.

Ob es die kleinen Jungen und Mädchen im Kinderchor sind, die erste Erfahrungen mit Atem und Tönen machen oder ältere Menschen, die gern länger im Chor singen wollen, ob es um musikalisch-künstlerische Arbeit auf hohem Niveau geht oder um das Entdecken erster selbstproduzierter Klänge – immer ist es eine große Freude für mich, zu erleben, wie Selbstvertrauen und Selbstwahrnehmung wachsen. Mein Anliegen dabei ist es, Klarheit und Wärme zu finden und zu vermitteln. Die Suche danach hört nie auf, Körper und Stimme verändern sich ein Leben lang, das erlebe ich täglich aufs Neue selbst und mit den Menschen, die mir begegnen.

Dafür bin ich sehr dankbar.

Wenn Sie mehr über meine Art zu unterrichten erfahren möchten, so können Sie hier einen kleinen Flyer downloaden: Flyer_Barthe

Die beiden Frösche

Zwei Frösche, deren Tümpel die heiße Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofes und fanden dort eine große Schüssel Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt war. Sie hüpften sogleich hinein und ließen es sich schmecken.

Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie es nicht: Die glatte Wand der Schüssel war nicht zu bezwingen und sie rutschten immer wieder in die Milch zurück.

Viele Stunden mühten sie sich nun vergeblich ab und ihre Schenkel wurden allmählich immer matter. Da quakte der eine Frosch: „Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich geb’s auf!“ Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefäßes und ertrank. Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis tief in die Nacht hinein. Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füßen, er stieß sich mit aller Kraft ab und war im Freien.

(Äsop)

Welcher Frosch bin ich? Sicher der zweite.

Strample und strample, manchmal denke ich, ich spüre den Butterklumpen, dann merke ich wieder, dass der Morgen doch noch weit ist…